Fahrt mit der Mieze – 2026

Die Tigerin ist startklar 👍

Über 91.000 Kilometer auf dem Tacho, aber immer noch topp in Schuss, unsere „Mieze“.

Etappe 1: Kempten – Zürich

Am frühen Sonntag Nachmittag fahren wir bei gutem Wetter los, erstmal Richtung Bodensee, wo wir ein paar seltene Flugobjekte sehen.

Eine Gruppe Störche und ein Zeppelin

Weiter geht’s über die Grenze, kurz nach Österreich und dann in die Schweiz. Ist schon süß, was die dort alles haben:

  • einen Plättli Showroom (logisch, eine Fliesenausstellung)
  • die Garage Heilerli (also, in die Werkstatt bringt man sein Auto sicher gern)
  • eine Hüsli Spielgruppe Paradiesli (da müssen die Kids doch gut aufgehoben sein)

Wobei…

… das mit dem Kinderzoo versteh ich nicht so ganz 😅

Unsere Fahrt führt uns durch‘s malerische Appenzellerland. Hier ist es ziemlich hügelig, mit dem Gebirge um den Säntis im Hintergrund.

Das Bähnli
Unser Töff
Wie aus dem Bilderbuch

Auch wenn es heute insgesamt nur 200 Kilometer sind, zieht sich die Fahrt. Endlich kommen wir am Zürichsee an.

Verdächtige Spuren am Himmel 😂

Es ist super warm, auch noch gegen 18 Uhr, als wir ankommen.

Wir checken in den „Acasa Suites“ im modernen Zürcher Stadtteil Oerlikon ein.

Erstmal ein bisschen die Seele baumeln lassen

Zwei entspannte Saunagänge später knurrt uns der Magen. Direkt ums Eck finden wir ein tolles indisches Restaurant. Das „Namaste“ begrüßt uns herzlich und das Essen ist der Hammer.

Vegetarisches Thali – ein absoluter Traum

Nach diesem köstlichen Mahl (und leckerem salzigen Lassi) fallen wir müde ins Bett.

Etappe 2: Zürich – Fiesch/Wallis

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Hotelterrasse wird die Mieze aufgepackt und los geht’s. Anfangs fahren wir ein bisschen Zickzack, bis wir aus Zürich raus sind, aber bald sind wir auf dem richtigen Weg nach Süden, am Westufer des Zürichsees entlang.

Bald schon die nächste Kuriosität am Straßenrand

Die Route führt am idyllisch gelegenen Ägerisee vorbei.

Verschneite Berge im Hintergrund

Immer wieder erscheinen imposante Bergformationen.

Grandiose Landschaft

Zur Mittagszeit erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein Ingenbohl am Vierwaldstättersee.

Tja, wo ist die Weinstube nun… ?
Die muss warten – wir genießen die Stimmung am See mit Cola und Cappuccino 😅

Auf wenig befahrenen Straßen führt uns der Weg immer wieder über nette Dörfchen.

Dann endlich der erste „richtige“ Pass, der Furkapass.

Wenig los auf der Passstraße

Die Tigerin fährt super – Kurve um Kurve schraubt sie sich den Pass hoch ohne zu meckern.

Verlassenes Hotel

Ich würde gern mal in all die verlassenen Hotels an den Passstraßen reinschauen – die waren zu ihren besten Zeiten bestimmt toll.

Passhöhe auf 2436 m.ü.M.

Auch auf fast 2500 Metern ist es einigermaßen warm, obwohl in den Bergen ringsum noch relativ viel Schnee liegt.

Noch ein letzter Blick in die Weite, Richtung Aletschhorn, danach sausen wir den Pass auf der anderen Seite wieder runter.

Kurzer Stopp beim ebenfalls verlassenen Hotel Belvedere, danach fahren wir ins Wallis, mit den vielen beeindruckenden alten Holzhäusern, wo die Welt irgendwie stehen geblieben zu sein scheint.

Nach knapp 200 Kilometern kommen wir ganz entspannt um 15.30 Uhr in Fiesch an, und beziehen dort unser Zimmer im „Hotel Derby“. Sieht so aus als ob wir die einzigen Gäste sind – ist hier wohl nicht gerade die Hauptsaison.

Da der Wetterbericht für den Abend nichts Gutes verheißt, ziehen wir uns schnell um und wandern los. Nach ca. 4 Kilometern und 300 Höhenmetern durch einen kleinen Bergwald erreichen wir Fürgangen. Die dortige Hängebrücke hab ich schon gesehen, als wir mit dem Motorrad vorbeigefahren sind.

Jetzt sind wir da – an der 280 m langen Hängebrücke über die Lammaschlucht.

Die Holzbohlen knacksen manchmal verdächtig

Unglaublich – wo doch in der Schweiz alles mega teuer ist, ist der Zugang zu dieser Brücke ganz einfach frei. Wie schön, und vor allem auch, dass keine anderen Leute da sind.

Über die Brücke laufen macht echt Spaß, wobei (oder gerade weil) sie wirklich ordentlich schwankt wenn man ein bisschen hin- und herschaukelt, was man natürlich nicht darf 😏.

Nur wir beide sind auf der Brücke 😊
Beeindruckender Blick in die Tiefe

Am anderen Ende der Brücke, in Mühlebach bzw. im kleinen Dörfchen Ernen, finden wir das „Café Hängebrigga“, das uns durstigen Wanderern noch zwei Humpen Feldschlösschen offeriert (zur Erklärung – hier heißt die Halbe Bier „Humpen“, an anderen Orten in der Schweiz auch „Kübel“ 😂). Das tut gut, und so können wir den Rückweg nach Fiesch frisch gestärkt antreten.

Zurück im Dorf gehen wir in einer Enoteca in der Nähe des Hotels noch Pizza essen. Wir sind im Hotel zurück, bevor der Wind auffrischt und es zu leicht zu regnen beginnt.

Etappe 3: Fiesch – Albertville

Wir haben Glück – am Morgen ist es trocken und nicht so kühl wie erwartet. Gutgelaunt fahren wir Richtung Westen, über Brig und Sion, die Hauptstadt des Wallis.

Die typischen Holzhäuser werden zunehmend weniger

Unser Weg führt uns in die französischsprachige Westschweiz, an der Rotten, dem Quellfluss der Rhône entlang.

Weiter Richtung Frankreich ist die Gegend von vielen Weinbergen geprägt.

🍇🍷

In Martigny, noch in der Schweiz, machen wir einen Stopp in einem kleinen Vorort. Das Restaurant im „Hotel Les Trois Coronnes“ an einem schnuckeligen Platz lacht uns an. Da ein starker Wind bläst, der uns vorhin beinahe von der Straße gefegt hätte, sind die Plätze im Freien leer, aber innen ist es sehr gemütlich.

Idyllischer Fleck am Stadtrand

Wir genießen ein 3-Gänge-Menü im vollbesetzten Restaurant, das offenbar von vielen Einheimischen in der Mittagspause besucht wird. Ganz selbstverständlich werden wir hier auf Französisch angesprochen. Pas de problème! Das Essen ist richtig lecker (mit Himbeeren auf Vanilleeis als Dessert 😊), so dass wir uns gut gesättigt auf die nächste Etappe begeben.

Es geht nach Chamonix am Mont Blanc. Wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätten wir vielleicht sogar die 83€ für die Berg- und Talfahrt auf die Aiguille du Midi investiert, aber so war uns das doch zu unsicher. Wir sind weitergefahren, und konnten noch einen Blick auf einen kleinen Gletscher am Mont Blanc Massiv erhaschen.

Ganz vorsichtig spitzelt der Gletscher raus

Trotz Wolken ist die Gegend beeindruckend.

Die Orte, durch die wir fahren, sind größtenteils wie ausgestorben. Im Winter ist hier wahrscheinlich die Hölle los.

Alles dreht sich ums Skifahren

Nach etwa 220 Kilometern kommen wir in der Olympiastadt Albertville an. Wir haben eine nette Unterkunft in Grignon (südlich der Stadt) gebucht, das „Au Ptit Bonjour“, also „beim kleinen Glück“. Das Zimmer ist wunderschön und die Umgebung super ruhig.

Wir wandern am frühen Abend ca. 3,5 Kilometer bis zum Stadtzentrum von Albertville. Was soll ich sagen… schön ist die Stadt nicht gerade.

Mein Highlight – dieses Schild einer Psychotherapeutin. Ich weiß nicht, ob ich bei jemandem mit diesem Namen in Therapie gehen möchte…

Mort ☠️😵

Wir finden in der Fußgängerzone eine schöne Tapas Bar, wo wir leckeres Brot mit Olivenpaste und eine spanische Vorspeisenplatte essen und dazu Spritz trinken.

Ein perfekter Abschluss des Tages

Dann wandern wir wieder zu unserer Unterkunft zurück. Die 10.000 Schritte haben wir locker erreicht. Ist auch gut so, als Ausgleich für das stundenlange Plattsitzen des Allerwertesten auf dem Motorrad 😅.

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